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Leonidas: Die Marke

1882: DIE WELT GEHÖRT DEN MUTIGEN
18. Juli. Geburt des Leonidas Georges Kestekides in Anatolien. Alles beginnt, als er mit 18 Jahren nach Amerika auswandert und dort das Konditorhandwerk erlernt. Später wird er der Gründer einer Marke sein, die seinen Vornamen trägt. Eine Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf.

1910: BERUFLICHE ANERKENNUNG UND BINDUNG IN BELGIEN
Der junge Leonidas nimmt als Mitglied der Vertretung der USA-Griechen an der Weltausstellung in Brüssel teil. Die Ausstellung zieht 13 Millionen Besucher an. Leonidas erhält die Bronzemedaille. Und er verliebt sich in die hübsche Belgierin Joanna Teerlinck. 1912 Heirat. 1913 Eröffnung einer Teestube in Gent. Leonidas und Joanna bleiben kinderlos. Doch Leonidas wird Belgien nie wieder verlassen... und versüßt seither das Leben von Feinschmeckern und Naschkatzen.

1913: DIE BESTÄTIGUNG EINES GROSSEN TALENTS
Leonidas präsentiert seine neuesten Kreationen auf der Internationalen Ausstellung in Gent. Er wird mit der Goldmedaille und einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Es ist der Beginn eines spannenden Abenteuers, verbunden mit nunmehr schon seit 100 Jahren andauernden Geschmackserlebnissen.

1922: 
FAMILIENSINN
Aufgrund der politischen Wirren in Griechenland, lässt Leonidas seine Familie nach Gent nachkommen, darunter den 19-jährigen Neffen Basilio. Basilio geht bei Leonidas in die Lehre. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich schon bald ein Vater-Sohn-Verhältnis, das sich für die weiteren Geschäfte als vorteilhaft erweisen sollte: Mit Leidenschaft und Liebe zum Detail kreieren die beiden ein ganzes Sortiment köstlicher Pralinen, die rasch Zuspruch bei einer ständig wachsenden Kundschaft finden.

1924: 
UNTERNEHMERGEIST
Umzug nach Brüssel. In der rue Paul Delvaux eröffnet Leonidas die "Pâtisserie Centrale Leonidas". Basilio folgt seinem Onkel und etabliert sich mit einem eigenen Betrieb am Boulevard Anspach 58. Mit sicherem Gespür für den Markt geht Basilio alsbald gezielt auf die Erwartungen der wohlhabenden Brüsseler Stadtbewohner ein. Pralinen sind damals noch ein Luxusgut. Basilio und Leonidas beschließen, die Köstlichkeit Praline zu einem erschwinglichen Genuss für alle zu machen... vom Hersteller direkt an den Verbraucher.

1935: 
OFFENES HEBEFENSTER ALS ERKENNUNGSZEICHEN
Basilio verfolgt beharrlich sein Ziel. Er entwickelt neue Pralinensorten, die er mit seinem Karren in den Straßen der Stadt verkauft. Nachdem er von der Polizei mehrmals wegen fliegendem Handel verwarnt wird, wandelt er seine Schokoladenwerkstatt ohne Zögern in ein Ladenlokal um. Doch für eine Eingangstür fehlt der Platz. Der erfinderische Basilio nutzt kurzerhand die Fensterbank als Ladentheke – und verkauft seine Pralinen direkt an die Passanten, ohne Zeit- und ohne Frischeverlust. Und vor allem preiswerter: Basilio hat den Mut, seine Pralinen halb so teuer wie die der Konkurrenz anzubieten.

1937: 
LEONIDAS, KÖNIG DER PRALINE
Basilio lässt die Marke Leonidas und das Firmenlogo offiziell ins Markenregister eintragen. Als Symbol wählt er das Bildnis des Kriegers Leonidas, König von Sparta (491-480 v. Chr.), umgeben von einem Kreis und mit der Aufschrift "Pralines Leonidas". Ein starkes Bild, das seine eigenen Ambitionen, seine griechischen Wurzeln und zugleich die Achtung vor seinem Onkel beinhaltet. Leonidas selbst übergibt die Geschäftsleitung nach und nach seinem Neffen, der die Marke mit Meisterhand weiterführt. 1948 stirbt der Gründer. Basilio erbt das Unternehmen.

1937-1950: 
ALLES FÜR FRISCHE UND QUALITÄT
Der Raum am Boulevard Anspach 58 wird allmählich zu klein. Basilio verlagert seine Aktivitäten ein paar Häuser weiter in die Nummer 46: Die großzügigen Räumlichkeiten sind noch heute im Besitz des Unternehmens. Um sein Erkennungszeichen, das offene Verkaufsfenster, und die Nähe zum Kunden weiterführen zu können, beantragt Basilio bei der Stadt Brüssel eine Baugenehmigung für den Umbau des Schaufensters in ein Hebefenster. Leonidas-Pralinen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Man schätzt ihre Qualität, ihren feinen Schokoladegeschmack und ihre Frische. Basilio verwendet nur frische Zutaten: Jeden Morgen stellt der Milchmann Kannen mit frischer Milch, Rahm und Butter vor die Tür. Von Anfang an hat Leonidas nur hochwertige Pralinen hergestellt, ohne Pflanzenfett und mit 100% Kakaobutter sowohl für den Überzug als auch für die Füllung.

1950: 
EXKLUSIVE BOUTIQUE AN DER BELGISCHEN KÜSTE
Basilio baut das Geschäft weiter aus. Am Brüsseler Vieux Marché aux Grains 20 eröffnet er ein "Laboratoire de Pralines". In Blankenberge, wo sich die reiche belgische Bourgeoisie im Urlaub trifft, verwöhnt er seine mondäne Kundschaft während der Sommermonate im "Au Lion d'Or". Die Konditorei befindet sich im Erdgeschoss eines der renommiertesten Hotels an der Strandpromenade. Die Urlauber freuen sich, dass sie Leonidas-Pralinen auch an ihrem Ferienort finden und lassen sich nur zu gern verführen...

1950-1966: 
QUALITÄT MUSS NICHT TEUER SEIN
Das Unternehmen geht weiter auf Erfolgskurs. In Brüssel folgt eine Leonidas-Boutique auf die andere: Boulevard Adolphe Max, Rue des Fripiers, Porte de Namur. Und zur großen Freude aller Schokoladenliebhaber gibt es die hausgemachten, unvergleichlich frischen und unwiderstehlichen Leonidas-Pralinen zum unschlagbaren Preis von 10 Belgischen Francs - für 100 g.

1966: 
ERSTE BOUTIQUEN AUSSERHALB BRÜSSELS
Eröffnung des ersten Leonidas Franchise-Ladens im belgischen Aalst. 1969 folgt der erste Franchise-Laden in Frankreich (Lille). Die guten Geschäftsaussichten lassen zahlreiche Unternehmer bei Leonidas vorstellig werden. Es entstehen Dutzende von neuen Boutiquen. Belgische Schokolade ist bekannt für ihre Qualität. Unsere Maîtres Chocolatiers beherrschen die Kunst, die Kakaobohnen nach dem Brechen zu einer extrem feinen Masse zu walzen, was der Schokolade einen unvergleichlich zarten und sanften Schmelz verleiht. Leonidas ist Marktleader mit hochwertigen Produkten zu einem Preis, den sich alle leisten können.

1969
DIE MANON CAFÉ, DAS HÖCHSTE DER FEINSCHMECKERGEFÜHLE
Leonidas' Erfolg basiert auf sicheren Werten. Eines der schönsten Beispiele ist wohl die Manon Café. Die typische "Manon"-Praline besteht aus Buttercreme, Krokant, einem Walnusskern und Fondantzuckerüberzug. Zuerst ersetzt der kreative Basilio die Zuckerhülle durch einen Überzug aus weißer Schokolade. Dann, 1969, verwendet er Nougat statt Krokant und statt der Walnuss eine geröstete Haselnuss. Diese Komposition erweist sich als absoluter Bestseller - bis heute ist die "Manon" die Königin des Leonidas-Sortiments.

1970-1985: 
INTERNATIONALE EXPANSION
Basilio stirbt am 2. April 1970. Die Erben, seine Schwestern und Brüder, gründen die "Confiserie Leonidas Sprl". Jean Kesdekoglu-Kestekides leitet das Unternehmen von 1970 bis 1985. Die Marke erobert den internationalen Markt. Leonidas-Pralinen sind außer in Belgien ab jetzt auch in Luxemburg, Deutschland, den Niederlanden, bei Harrod's in London und sogar in Athen zu haben. Am 29. März 1979 wird die "Confiserie Leonidas" in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. In den 70er- und 80er-Jahreen erlebt Leonidas eine fast unvorstellbare Blütezeit. Zur Erhöhung der Produktionskapazität erwirbt das Unternehmen das Fabrikgebäude von Crown-Baele in Anderlecht, Boulevard Graindor 41-43, wo sich bis heute der Firmensitz befindet. Maria Kesdekoglu-Kestekides tritt in das väterliche Unternehmen ein und übernimmt das Tagesgeschäft.

1985: 
ERFOLGREICH MIT ERSCHWINGLICHEN PREISEN
Nach dem Tod ihres Vaters übernimmt Maria Kesdekoglu-Kestekides die Leitung des Unternehmens. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Bruder Dimitrios Kestekoglou und ihrer Cousine Vassiliki Kestekidou. Trotz deutlicher Kapazitätserweiterung, sieht sich Leonidas 1985 gezwungen, mit einer bisher einmaligen Meldung zu werben: Leonidas bittet alle Interessenten, vorläufig keine Anfragen mehr zur Eröffnung neuer Boutiquen zu stellen, da die Produktion nicht folgen kann. Doch ungeachtet des Erfolgs sind die Prinzipien, die das Unternehmen ursprünglich inspiriert haben, immer präsent geblieben: Lieber expandieren als den Verbraucher mit hohen Preisen zu bestrafen.

1990-2000: 
LEONIDAS EROBERT DIE WELT
Um die steigende Nachfrage nach seinen Pralinen abdecken zu können, vergrößert sich Leonidas SA noch einmal durch den Ankauf der früheren Käsefabrik Bel, in der Rue des Bassins in Anderlecht. Leonidas erobert den US-Markt und, Ende der 90er-Jahre, Asien. Die Marke wird Marktleader.
1993 eröffnet Leonidas eine Boutique in der Brüsseler Rue au Beurre, in unmittelbarer Nähe zur Grand'Place. Der Laden beschäftigt 20 Angestellte und erzielt aktuell weltweit den höchsten Umsatz. Die Boutique ist an 7 Tagen in der Woche von 10 bis 23 Uhr geöffnet, um den Touristenstrom, der durch die verführerisch ausgestellte Pralinenvielfalt magisch angezogen wird, zu bewältigen. 
Leonidas Pralinen werden zwar in der ganzen Welt verkauft, aber ausschließlich in Belgien hergestellt. Jeden Morgen verlassen ganze Paletten das Land, um immer mehr Feinschmecker rund um den Globus zu beliefern. Nach Basilio's Devise: Frische, Qualität und Vielfalt zu einem für alle erschwinglichen Preis.

2005: 
BOUTIQUEN IN NEUEM LOOK
Die Boutiquen erhalten einen neuen Look, das Hebefenster verschwindet. Der neue Stil spiegelt nicht nur das Wesen von Leonidas - Innovationsfreude und Dynamik, sondern auch seine Werte - Frische, Großzügigkeit und Tradition, wider. Den Kunden umgibt jetzt ein  freundliches, warmes Ambiente mit einem zeitgenössischen Touch. Es gibt nur noch wenige Boutiquen mit Hebefenster. Eine davon befindet sich in Brüssel in der Rue des Fripiers, ein paar Schritte entfernt von Basilios allererstem Ladenlokal.

2007: 
HEISSER GENUSS
In Brüssel und Wien entstehen "Leonidas Chocolates&Café", - ein Konzept, das die perfekte  Symbiose von edler Schokolade und köstlichem Kaffee vereint. Leonidas Boutiquen mit integriertem Café gibt es inzwischen auf allen Kontinenten. Zu einer Tasse Kaffee, Tee oder heißer Schokolade von Leonidas kann man hier in einem gemütlichen Ambiente seine Lieblingspralinen mit allen Sinnen genießen.

2012: 
EIN WELTWEITES NETZ
Leonidas ist in der ganzen Welt vertreten mit nahezu 1250 Ladengeschäfte in ca. 50 Ländern, davon 350 Ladengeschäfte in Belgien und 340 in Frankreich.

Tausende von Schokoladenliebhabern lassen sich jeden Tag aufs Neue von Leonidas-Pralinen verführen. Warum? Weil diese Pralinen eine traditionsreiche Geschichte mit einem leidenschaftlichen Ziel verbinden – das Vergnügen den Schokoladengenusses mit anderen zu teilen.

2013: 
EIN JAHRHUNDERT REINES VERGNÜGEN UND KEIN ENDE
2013 feiert Leonidas 100 Jahre Savoir-faire und Savoir-vivre. Das "kleine Pralinenlabor" des Gründers hat seinen Weg gemacht ohne jemals seine Werte und Prinzipien aufzugeben. Bei Leonidas sind Frische und Qualität garantiert. Die Pralinen werden nach traditionellen Methoden nur mit den besten Zutaten hergestellt: 100% reine Kakaobutter, Haselnüsse aus der Türkei, Mandeln aus Italien, Kirschen aus dem Périgord, Walnüsse aus Grenoble und Texas. Leonidas bietet seinen Kunden wirklich nur das Beste und wird auch in Zukunft durch Innovation und Leidenschaft für erlesene Genussmomente sorgen.

2013/11/15: 
AM 15. NOVEMBER 2013
stellte Seine Majestät, König Philippe von Belgien, seine erste Liste von "offiziellen Hoflieferanten" auf. Leonidas hat das Privileg, aufgrund der ausgezeichneten Qualität und der erschwinglichen Preise seiner Produkte, zu den Trägern dieses Ehrentitels zu gehören. Für Leonidas bedeutet das Prädikat des anerkannten Hoflieferanten die Krönung im Jahr seines 100-jährigen Bestehens.
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